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«Du musst wissen: Du gehörst nie dazu»
38 JAHRE KLATSCH SIND GENUG, SAGT SICH -MINU - UND ERZÄHLT VON DEN ANFÄNGEN, DER ARBEITSWEISE UND DEN PANNEN
 |  |  |  |  | -minu in der Spillmann-Boutique |  |  |
Interview: Claudia Kocher, Patrick Marcolli
-minu hat den Klatsch nie gern geschrieben. Sagt er in diesem Interview. Das überrascht. Schliesslich war er 38 Jahre lang sein Markenzeichen.
Letzte Woche erschien -minus letzter Klatsch. Wir wollten von ihm wissen, wie er sich nun fühlt und wie das war, ein Leben als Klatschtante zu führen.
baz: -minu, wie fing das denn an mit dem Klatsch?
-minu: Zwei Jahre, nachdem ich auf diese Zeitung gekommen war …
baz: Auf welche Zeitung?
-minu: Die National-Zeitung. Anno ’67 also war ich bei der Wirtschaftsredaktion für die Börse zuständig. Ich fand es stinklangweilig und schrieb Sprüche wie: «Ist die Ciba heut im Tief, ist es morgens besonders mief.» Die Börsianer beschwerten sich, und ich musste in der eigenen Zeitung lesen, dass meine Stelle neu besetzt werde. Da wusste ich: Jetzt muss ich was machen, das haut. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Kinderseite namens «dr glai Nazi» eingestellt. Ich war damals knapp zwanzig und fand, man müsse etwas für Junge bieten.So entwarf ich ein Konzept für Teens und Twens. Allerdings war ich nie in der Rock- und Popwelt heimisch und wollte etwas Eigenes betreuen. Da kam ich auf die Idee mit dem Klatsch. Er sollte ähnlich funktionieren wie die Seitenwand einer Fasnachtslaterne, wo nur interner Saich drauf steht. Er sollte sehr kleinkariert sein.
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