Martha Kunzenstein

Martha suchte das Salz.

Es war wie verhext. Vor einem Monat noch war es bei den Suppengewürzen gewesen. Und jetzt kugelten hier Überraschungseier herum.

Martha äugte nach einer Bedienung. ABER ES GAB KEINE BEDIENUNG MEHR.

Das ältere Fräulein (sie bestand auf dieser Anrede) seufzte: Es gab auf dieser Welt überhaupt keinen Service mehr. Alles musste man sich selber organisieren: das Essen am Tresen… das Tram­ticket am Automaten. Wenn sie da an diese netten Trambilleteure von früher dachte… DAS WAREN NOCH MÄNNER GEWESEN. NICHT EINFACH SO GRÄSSLICHE BLECHKISTEN, DEREN FUNKTIONSGANG SIE BIS HEUTE NOCH NICHT KAPIERT HATTE.

Erschienen am: 
Montag, 27. Februar 2017

Severin Schwan - CEO Roche: «Man muss einfach sich selber sein»

zVg - Foto: Bruno Caflisch

Wo treffen wir uns?

«‹Brauerei›» – mailt die Sekretärin. Und: «Er nimmt noch seinen Pressesprecher mit…»

Die meisten kommen mit Blumen. Herr Schwan mit Feldhaus, seinem Kommunikationsleiter.

Ist mir auch recht. Hauptsache, er kommt. Denn der grosse Schwan hat gewiss Gescheiteres auf der Liste, als mit einer Zeitungs-Ente zu lunchen.

Erschienen am: 
Samstag, 25. Februar 2017

Der schwarze Mann

Louise hatte einen Koffer. Und ziemlich Mühe. «KEINER DENKT AN DIE ALTEN!» – knurrte sie.

Louise ist mit 88 nicht mehr taufrisch. Aber sie hält sich mit den «5 Tibetern» und Sanddorn­extrakt fit. Dazu abends: zwei Glas Wein. Früher war es nur ein Glas. Als ein TV-Report aber aufzeichnete, dass Wein nur Gutes tue, hatte sie die Ration sofort um das Doppelte erhöht.

Erschienen am: 
Montag, 20. Februar 2017

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