Basler Zeitung

Dani von Wattenwyl: «Sie waren sich einig: Es hätte ruhig ein bisschen mehr Sex sein dürfen.»

Foto: Lucia Hunziker

Er ist der Wunschschwiegersohn aller Mütter (VERGESST ES: Er ist glücklich verheiratet). Er gilt als schönster Moderator Helvetiens. Und die Schönheit liegt in den Genen - sein Bruder wurde zum zweitschönsten Bankier der Schweiz gekürt. Und sein Zwillingsbruder ist einer der bestaussehenden Herzchirurgen dieses Landes.

JA HALLO - DA ZITTERN AUCH GESUNDE HERZEN, WENN DIE VON WATTENWYL-MÄNNER ANRAUSCHEN...

Erschienen am: 
Samstag, 19. Juni 2021

Von den guten Seiten der Vergesslichkeit

Illustration: Rebekka Heeb

Manchmal ist die Verwirrung im Alter ein Glücksfall. BEI INNOCENT IST ES SO.

Es begann mit den Namen. «Wie heisst die noch mal?» Okay, das passierte uns jeden Tag. Ich kann mich an jene schreckliche Zeit erinnern, als ich in Basel einen Klatsch schreiben musste. JAWOHL: MUSSTE! Die hätten mich doch als schräge Tulpe zum Teufel geschickt, wenn ich nicht die Sache mit dem Klatsch aufgeschnürt hätte. Vorher versenkten sie mich in die Börsenabteilug der Wirtschaftsredaktion.

Erschienen am: 
Dienstag, 15. Juni 2021

Vom Sonntagsessen, dem speziellen Geschirr und Wunschlisten

Illustration: Rebekka Heeb

Früher war es das Sonntagsgeschirr. Jetzt frisst unser Nachbarskater, HERR LUMPI, unsere Resten-Crevetten daraus. Manchmal sind die Ameisen schneller. Aber das ist s e i n Problem.

Meine Eltern haben das grosse Service auf die Verlobung geschenkt bekommen. Damals gabs noch Verlobungen. Links die eine Verwandtschaft an den Tischen, rechts die andere. Meine Mutter alterte jedes Mal fünf Jahre, wenn sie die Tischpläne zeichnen musste: «Es ist wie bei der Schlacht zu Morgarten - keiner weiss, was auf uns zukommt!»

Erschienen am: 
Dienstag, 8. Juni 2021

Vom entspannenden Pril und der Lust zur Rampensau

Illustration: Rebekka Heeb

In einem waren sich meine Eltern einig: DAS KIND SOLL KEIN FERNSEHTROTTEL WERDEN! Aber natürlich war die Kiste das Faszinierendste, was die gute Stube neben dem Aquarium zu bieten hatte. Mittags liefen die Dramen live im Familienprogramm am Mittagstisch. Das Kind hätte aus der Schule zu erzählen gehabt. Im 23-seitigen Aufsatz «Ich bin eine Biene» hatte es die ganze Klasse aufgemischt. Ich durfte den Erguss vom Lehrerpult aus vortragen. ES WAR DER BEGINN ALS KARRIERE EINER RAMPENSAU!

Erschienen am: 
Dienstag, 25. Mai 2021

Sven Schelker: «Wir drehten zur Corona-Zeit in Indien»

Foto: Lucia Hunziker

Diese Augen! Ich schaue immer zuerst auf die Augen. Hier funkeln sie wie die Milchstrasse.

Er erinnert an Nurejew. Ein bisschen auch an Leonardo - ihr wisst schon: den Titanic-Caprio.

Wenn Sven gefragt wird: «Woher kommen Sie?», dann zwinkert er: «Na - jetzt ratet mal!» Die Antwort ist meistens: «Irgendwo aus dem hohen Norden.» Manchmal tippen sie auch auf Russland.

Aber: REINACH! Darauf kommt keiner. Dabei hat diese Bilderbuchkarriere genau dort begonnen.

Erschienen am: 
Samstag, 15. Mai 2021

Von der Werbung und «Federn von toten Tieren

Illustration: Rebekka Heeb

Werbung ist wichtig. UND ZWAR SO WAS VON!

Die 30-Sekunden-Spots sind das Beste des ganzen Abendprogramms. Oft auch das Einzige, das einem nach «Arena»-Dreckschleudern und dem «Samschtig-Jass» im Kopf geblieben ist.

Also: Du richtest in der Küche schon mal Spaghetti an. Da ruft einer: GRÜEZI, MIN NAME ISCH FISCHER...

Haben wir Herrn Fischer eingeladen? Nein, haben wir nicht. Dennoch kreuzt er hier mit einer Frau auf, deren Name ich auch nach 100 gerupften Gänsen nicht verstehen kann.

Erschienen am: 
Dienstag, 11. Mai 2021

Vom gefallenen Handy und «Beer to go»...

Illustration: Rebekka Heeb

Ich hatte es auf dem Badezimmer-Spiegelkasten deponiert. Soll mich keiner fragen, weshalb gerade dort. Ich habe es auch schon auf den Tiefkühl-Erbsen im Gefrierfach gefunden. ES SIND DIESE MOMENTE GEISTIGER UMNACHTUNG, DIE MAN NIE GENAU HINTERFRAGEN UND EINFACH MIT EINEM GENERVTEN HIMMELFAHRTSBLICK («Also du bist mir ja wieder einer!») HINNEHMEN SOLLTE. Natürlich ist ER schuld. So macht sich der Himmelsvater auch einen Plausch daraus, mich stundenlang Schlüssel suchen zu lassen.

Erschienen am: 
Dienstag, 4. Mai 2021

Vom Los der Glugge und einem teuren Shawl

Illustration: Rebekka Heeb

«Zieh einen Shawl an!» «Weshalb?» Die Schlüsselblumen sind geeist - der Weg frostweiss. April eben! Deshalb: «Ohne Tuch wirst du dich erkälten.» - «ICH ZIEHE K E I N E N Shawl an!»

Durchatmen. Auf 50 zählen. Dann: «Du darfst nicht krank werden, mein Ein und Alles!» «DEIN G E D Ü D E L MACHT MICH KRANK! Und nenn mich nicht EIN UND ALLES. Die Leute denken ja, du spinnst!» Pause.

Erschienen am: 
Dienstag, 27. April 2021

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